[Besuch & Golden Week, Tag 5-6], Nachtrag 30. April-01. Mai
Die neue Woche hat nach dem vollen Programm der ersten Tage recht entspannt begonnen. So haben wir den ersten offiziellen Feiertag dazu verwendet, uns die Zeit in Ikoma und Umgebung zu vertreiben. Unter anderem haben wir uns bei einem Spaziergang durch Alt- und Neubaugebiete japanische Gartenkultur und den ein oder anderen mal ganz Touristen-untypischen Tempel bzw. Schrein etwas genauer angesehen, um danach ausgiebig durchs Aeon, dem nahegelegenen Einkaufszentrum zu bummeln...
Die neue Woche hat nach dem vollen Programm der ersten Tage recht entspannt begonnen. So haben wir den ersten offiziellen Feiertag dazu verwendet, uns die Zeit in Ikoma und Umgebung zu vertreiben. Unter anderem haben wir uns bei einem Spaziergang durch Alt- und Neubaugebiete japanische Gartenkultur und den ein oder anderen mal ganz Touristen-untypischen Tempel bzw. Schrein etwas genauer angesehen, um danach ausgiebig durchs Aeon, dem nahegelegenen Einkaufszentrum zu bummeln...
Links: Vermutlich eine Villa mit reichem Besitzer. Rechts: Diese Art von Bäumen - und vor allem mit dieser Formgebung - findet man an so gut wie jedem Hauseingang in den normalen Wohnvierteln.
Am Tag darauf wurde es wieder deutlich touristischer. Uns hat es abermals nach Kyoto verschlagen, denn die ein oder andere Hauptattraktion stand schon noch auf der Liste der Dinge, die man, wenn man schon die Möglichkeit hat, unbedingt besuchen sollte. Da ich unsere Tagesziele selbst noch nicht gesehen habe, war das dann auch für alle eine spannende Sache.
Links: Auf dem Weg zum Fushimi Inari. Rechts: Anstatt die klassischen Holztäfelchen zu beschreiben, kann man hier kleine Holz-Tore mit Wünschen beschriften und aufhängen.
Das gesamte Gelände ist durchzogen mit aus Torbögen gebildeten "Alleen".
Links: Eine der zahlreichen Fuchsstatuen, die an wirklich jedem Ort des Schreins ein Auge auf die Besucher haben. Rechts: Solche Anrichten findet man entlang de Weges überall.
Ein weiterer Blick durch die Torbögen...
Erster Anlaufpunkt war Fushimi Inari-Taisha, ein Schrein, der besonders wegen seiner zahlreichen Torii (鳥居, dt. „Vogelsitz“, Tore aus Holz oder Stein) bekannt ist. Und mit "zahlreich" sind nicht nur so ein paar hundert gemeint, nein. Rund 10.000 zinnoberrote Tore reihen sich entlang der vielen verzweigten Wege auf, die den gesamten Hügel, auf dem sich die weit ausladende Anlage befindet, über- und durchziehen. Bei dem Spaziergang durch die Schreinanlage kommt man durch ganz verschiedene Bereiche, mal ist es dichterer Wald, mal kommt man durch kleinere Ansammlungen von Hütten und kleinen Ständen, mal kommt man an hunderten kleinen, dem Anschein nach Privatschreinen vorbei, die mit Figuren, kleinen Holztorii und brennenden Kerzen geschmückt sind. Immer beobachtet von zahlreichen Fuchsstatuen, die wirklich überall zu finden sind, kein Wunder, denn die gelten als Begleiter der hier verehrten Hauptgottheit Inari.
Dieser Ort hat mich mitunter am meisten gefesselt: Mitten im Wald findet sich dieser kleine See. Entlang des Weges finden sich einige kleine Häuschen, die dem Devotionalienverkauf dienen. Das größte Haus direkt am See überdacht eine große Ansammlung brennender Kerzen und Räucherstäbchen, deren Rauch und Duft die Luft durchziehen.
Links: Am Eingang zum großen Schrein-Areal. Rechts: Aus dieser Perspektive sehen die großen Tore aus wie Spielzeug...
Der Schrein ist bevölkert mit Tieren aller Art, ob als Statuen und Figuren, ...
... oder vertreten durch den einen oder anderen Vierbeiner.
Links: An diesem Brünnchen kann man Geldwäsche betreiben. Kein Scherz ;) Der Zweck dieses Reinigungsritus' ist die erhoffte Vermehrung des Geldes. Rechts: Die Bedeutung der Tücher, die unter den Wunschtafeln hängen, haben wir leider nicht rausgefunden.
Eine ganze Weile sind wir durch das Gelände gestreift, und irgendwann mehr oder weniger unvermittelt wieder durch mit Häusern flankierten Gassen in der normalen Stadt gelandet. So haben wir zwar leider das Allerheiligste des Schreins nicht zu Gesicht bekommen, welches sich auf der Spitze des Hügels befindet und dessen öffentliche Sichtbarkeit wohl eine ziemliche Ausnahme darstellt, aber zu dem Zeitpunkt war uns das ehrlich gesagt auch gar nicht bewusst...
Will man den Schrein in seinem vollen Ausmaß erfassen und gründlich erkunden, sollte man sich eh einen kompletten Tag dazu Zeit nehmen, so der allgemein zu hörende Ratschlag! Unser Zeitplan hat das natürlich nicht so ganz zugelassen, waren wir doch direkt schon unterwegs zum zweiten großen Ziel des Tages.
Will man den Schrein in seinem vollen Ausmaß erfassen und gründlich erkunden, sollte man sich eh einen kompletten Tag dazu Zeit nehmen, so der allgemein zu hörende Ratschlag! Unser Zeitplan hat das natürlich nicht so ganz zugelassen, waren wir doch direkt schon unterwegs zum zweiten großen Ziel des Tages.
Dieser Anblick findet sich vermutlich in jedem japanischen Reiseführer und ist eines der Symbole Japans...
Gibt man in der Bildersuche Google den Suchbegriff "Japan" ein und schaut sich - abzüglich der Landkarten - nur die allererste Ergebniszeile an, sieht man in der Regel Mount Fuji, Kirschblüten, und den Kinkaku-ji, den sogenannten goldenen Pavillon, der in einem atemberaubend schönen Flecken Erde im Norden Kyotos errichtet wurde. Der Pavillon trägt seinen Namen zurecht, denn er ist in der Tat nahezu komplett mit reinem Gold plattiert worden. Das Gebäude wurde allerdings so konstruiert und in die Landschaft gepflanzt, dass es gerade nicht deutlich heraussticht, sondern sich harmonisch in das Gesamtbild einfügt. Eine weitere Besonderheit ist, dass das Gebäude verschiedene Baustile in sich vereint: Die ersten beiden Stockwerke verkörpern verschiedene Epochen japanischer Bautradition, das oberste Stockwerk richtet sich nach den Künsten chinesischer Architektur. Die beeindruckendste Szenerie hat man wohl vor Augen, wenn der Pavillon von der Sonne angestrahlt wird und durch die Reflexionen im Wasser und in die Umgebung dem Betrachter ein völlig anderes Bild geschaffen wird. Das blieb uns an diesem regnerischen Tag leider verwehrt, dennoch kann man auf einen Blick erkennen, warum der Kinkaku-ji eines der Bilder ist, die man unmittelbar im Kopf hat, wenn man an Japan denkt.
Links: Das Wetter war leider nicht so ganz auf unserer Seite, dennoch war der Besuch des Kinkaku-ji alle Mühen wert. Nächstes Mal wird aber doch der Bus genommen ;) Rechts: Der Grund vor den Statuen ist übersät mit Münzen. Wie so vieles bringt das möglichst zielgenaue Werfen wohl Glück oder Wohlstand.
Viel gesehen, noch viel mehr gelaufen, war der Tag am Ende trotz mäßigen, leicht verregneten Wetters sehr eindrucksvoll, aber auch deutlich anstrengender, als so manch anderer Tag...
Sieht supertoll aus :)! Wann kommst du heim?
AntwortenLöschenEnde September ^^
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