(Yokouso Nihon he, "Willkommen in Japan", so wurde ich von meiner japanischen Betreuerin per e-Mail begrüßt nachdem ich landete)
[Nachtrag zum 1. März]
[Nachtrag zum 1. März]
Eigentlich wollte ich meinen Blog eröffnen mit so was coolem wie "Ich bin dann mal auf der anderen Seite der Erde", aber das wäre ja glatt gelogen! In dem Fall würde ich jetzt irgendwo östlich Neuseelands im Pazifik rumschwimmen. Ich bin also gar nicht so weit weg von Zuhause, als man allgemein annehmen könnte ;)
Den Flug habe ich gut überstanden, aber ich muss zugeben, trotzdem es "nur" 11 Stunden sind, das permanente Rumsitzen ist schon eine nicht ganz unanstrengende Sache. Was ich mir vorher so nämlich gar nicht vorgestellt hätte. Aber wohlgemerkt, es ist eher eine physische Anstrengung als eine psychische. Wenn man so lange rumsitzt ohne viel machen zu können, hat man genug Zeit sich in seinen Gedanken zu verlieren, Japanisch zu lernen (ja, ich war sogar richtig fleißig!), oder den zumindest für mich alles andere als alltäglichen Blick aus 11000 Metern Höhe zu genießen. Den (ersten) Tag über war der Himmel über Deutschland und Osteuropa leider recht dicht mit Wolken behangen, sodass man nicht allzu viel sehen konnte. Über Russland war dann gegen Abend und Nacht der Himmel wolkenfrei, ein paar leuchtende Flecken gab es in dem Riesenland dann also doch zu sehen. Der Sonnenaufgang auf der Strecke zwischen China und Südkorea nach dieser verkürzten Nacht - immerhin fliegt man der Sonne entgegen - war schon ein Schauspiel für sich. Aus der Höhe hat es schon seinen besonderen Reiz, den Sonnenstrahlen zuzusehen, wie sie den Globus tangieren. Abgesehen davon - und jetzt kommt der klischeehafte Pathos - ist das ja mal die absolut beste Kulisse für den Anflug auf das Land der aufgehenden Sonne!
Nicht ganz so schön war mein fast explodierender Kopf, den ich vor der Landung noch mit ganzen 2 Pain-Killern stilllegen musste...
Den Flug habe ich gut überstanden, aber ich muss zugeben, trotzdem es "nur" 11 Stunden sind, das permanente Rumsitzen ist schon eine nicht ganz unanstrengende Sache. Was ich mir vorher so nämlich gar nicht vorgestellt hätte. Aber wohlgemerkt, es ist eher eine physische Anstrengung als eine psychische. Wenn man so lange rumsitzt ohne viel machen zu können, hat man genug Zeit sich in seinen Gedanken zu verlieren, Japanisch zu lernen (ja, ich war sogar richtig fleißig!), oder den zumindest für mich alles andere als alltäglichen Blick aus 11000 Metern Höhe zu genießen. Den (ersten) Tag über war der Himmel über Deutschland und Osteuropa leider recht dicht mit Wolken behangen, sodass man nicht allzu viel sehen konnte. Über Russland war dann gegen Abend und Nacht der Himmel wolkenfrei, ein paar leuchtende Flecken gab es in dem Riesenland dann also doch zu sehen. Der Sonnenaufgang auf der Strecke zwischen China und Südkorea nach dieser verkürzten Nacht - immerhin fliegt man der Sonne entgegen - war schon ein Schauspiel für sich. Aus der Höhe hat es schon seinen besonderen Reiz, den Sonnenstrahlen zuzusehen, wie sie den Globus tangieren. Abgesehen davon - und jetzt kommt der klischeehafte Pathos - ist das ja mal die absolut beste Kulisse für den Anflug auf das Land der aufgehenden Sonne!
Nicht ganz so schön war mein fast explodierender Kopf, den ich vor der Landung noch mit ganzen 2 Pain-Killern stilllegen musste...
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| Sonnenaufgang über China beim Anflug auf Japan. |
So geschah es dann allerdings noch zwischen Schmerzattacke und Aufsetzen, dass meine Japanisch"kenntnisse" herausgefordert wurden: Über meine nette Sitznachbarin weiß ich nun, dass sie für 10 Tage good old Europe besucht hat und nun auf der Heimreise nach Osaka ist, welches ihrer Meinung nach eine tolle Stadt zu sein scheint. Ich habe versucht zu artikulieren, wohin es mich verschlagen wird, warum und wie lange. Und das hat sogar ganz gut geklappt :) Mit einem がんばってください (Ganbatte kudasai, wörtl. Streng dich an!, Halte bitte durch!, also "Viel Glück") wurde ich von ihr in meine Freiheit gen Passkontrolle entlassen.
Freiheit? Nicht, bevor ich noch eine knappe Stunde ein Interview mit einem netten Herren für "Special Affairs" abhalten durfte. Der Grund: Ich musste mich noch während der Einreise um ein spezielles Visum kümmern, welches mir einige weitere Rechte einräumt, die über den Touri-Status hinausgehen. Dafür mussten allerdings noch einige bürokratische Hürden genommen werden. Was aber mit Vorlegen aller möglichen Dokumente und fröhlichem Begriffe-Erklären mit einem English-Japanisch-Wörterbuch ganz gut funktionierte.
Aufgrund dieses Prozederes war es dann doch nicht möglich den frühen Bus Richtung Ziel zu erwischen, was mir dann allerdings die Möglichkeit gab noch gemütlich was zu essen. Wie das Ganze genau hieß, was ich da mit mehr Handzeichen als Sprache bestellt habe, weiß ich nicht mehr, jedenfalls war es sehr lecker! Nachdem ich auch noch super-unauffällig meine Sitznachbarn beobachtet habe, wo sie ihre geheime Wasserquelle haben, war das Verdursten auch keine Gefahr mehr: Wasser bzw. Tee gibt es sehr oft umsonst und in unbegrenzter Menge zur Mahlzeit dazu. Die Skandinavier haben das mit dem Wasser übrigens auch schon drauf, meiner Meinung nach eine sehr tolle Sache...
Mit dem Bus ging es also weiter Richtung Nara, zum Treffpunkt, an dem ich von der Sekretärin meines für mich zuständigen japanischen Professors mit dem Auto abgeholt wurde. Nach dem Abladen meines Gepäcks war direkt eine kleine Führung durch das Institut, an dem ich die nächsten Monate arbeiten werde, angesagt. Ich sitze zusammen mit weiteren etwa 10 Studenten in einem Raum, der zwar ein klein wenig chaotisch wirkt, aber das auf eine sehr sympathische Art und Weise ;) Für den Moment war es mir unmöglich, alle neuen Namen einzuprägen, mittlerweile ist mir das aber so gut wie gelungen. Nachdem für mich ein eigener Arbeitsplatz in aller Eile von Kartons und anderem befreit und schnell ein Rechner samt Monitor und Tastatur angeschleppt wurde und ich noch eine kleine Führung durch die Mensa bekommen habe, ging es als Abschluss des Tages mit der ganzen Gruppe in ein Sushi-Restaurant, genauer gesagt in ein Kaiten-Zushi. Das ist ein Restaurant, in welchem an den Tischen vorbei ein Laufband führt, auf dem kleine Teller mit Sushi an einem vorbeifahren. Man kann sich also bequem vom Tisch aus selbst bedienen und nehmen was man will, oder per Touchscreen eigene Bestellungen aufgeben. Sehr bequem und außerdem erschwinglich! Auf einem Tellerchen befinden sich 2 Stück Sushi, ein Teller kostet etwas mehr als 100円 (円 ist das japanische Zeichen für Yen, also im Gegensatz zu ¥ die originale Währungs-Bezeichnung), also etwa 1€, abgerechnet wird nach leeren Tellern. Ich habe 5 Teller geschafft, mein Sitznachbar so um die 14 ;)
Ich wurde noch zurück zu meinem Apartment gebracht, um nach diesem langen Tag und den vielen neuen Impressionen - den Jetlag hoffentlich ausgetrickst - endlich ausruhen zu können.
Uff, ich bin in Japan...

楽しみな〜〜!
AntwortenLöschenHeyho!
AntwortenLöschenMann, klingt ja echt cool....ok,der Flug,das lange Sitzen...naja...wenn man mich vorher ausknockt,ok,dann gehts^^ Ich freu mich schon auf die nächsten Einträge, der Einstieg ist dir auf jeden Fall sehr gelungen! Hoffentlich können wir demnächst mal skypen! Und bis dahin, ganbatte kudasai auch von mir! Hau rein!
Sehr schöner Eintrag, macht super Spaß das zu lesen :-) Weiter so! :D
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